Schrei

Unentwegt schlagen Gedanken auf mich ein. Ich verblute unter den Eindrücken einer Welt, die nicht mehr meine Sprache spricht. Ich kann es ihr nicht vorwerfen. Ich habe sie selbst verlernt. Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, was ich fühle. Gefangen in einem Wortschatz ohne Ausweg. Ich kommuniziere mit hilflosen Blicken und apathischem Stöhnen. Die Menschen gehen vorbei. Taub und blind für die getanzte Lyrik meines körperlichen Verfalls. Ein Schwarzmarkt unterdrückter Gefühle. Tausche Tod auf Raten gegen Leben ohne Sinn. Wir sehen uns im Morgengrauen. Unterhalb der Hemmschwelle.